Pressemitteilung der Jungen Union Neuss: Unverständliche Steuerverschwendung auf
Kosten der Steuerzahler – Kritik an der Fahrbahnbemalung Sebastianusstraße
Mit großer Verärgerung verfolgt die Junge Union Neuss die aktuelle Entwicklung rund um
die Fahrbahnbemalung der Sebastianusstraße in der Neusser Innenstadt. Für die große Summe
von 35.000 Euro wurden kürzlich wieder weiße Bemalungen auf die Straße gebracht, die
unter dem Deckmantel der Kunst als Verschönerungsmaßnahme präsentiert werden.
Doch für
die ansässigen Händler und viele Bürger ist dies nichts anderes als eine unverständliche
Verschwendung von Steuergeldern, die an anderer Stelle deutlich sinnvoller eingesetzt
werden könnten und nicht zum positiven Bild der Straße beitragen.
Besonders kritisch zu sehen ist, dass dies nicht das erste Mal ist, dass die Stadt Neuss solch
fragwürdige Entscheidungen trifft. Bereits vor drei Jahren wurde ein „Straßenteppich“ für
10.000 Euro auf derselben Straße angebracht, der als Provisorium geplant war und nun, mit
erheblich höheren Kosten, erneuert wurde. Der Nutzen dieser Maßnahmen bleibt fragwürdig,
insbesondere angesichts der angespannten finanziellen Lage der Stadt Neuss.
Die von der Stadt propagierte Vision einer autofreien und „wohnlichen“ Sebastianusstraße ist
nicht aufgegangen. „Nun legt man im letzten verzweifelten Versuch nochmal nach“ so der
Vorsitzende der JU Neuss, Niklas Fürste.
Allgemein sind die Probleme der Straße weiterhin gegeben, so die junge Union. Statt einer
lebendigen Fußgängerzone klagen die Händler über rückläufige Kundenfrequenzen. Was als
Attraktivitätssteigerung gedacht war, hat in Wahrheit zu einer Verödung der Straße geführt.
Dreck, Lärm und Kriminalität haben zugenommen – eine Situation, die weder den
Anwohnern noch den Geschäftsleuten zugutekommt.
Als Junge Union Neuss fordern wir im konkreten Fall eine verantwortungsvolle und
nachhaltige Nutzung öffentlicher Mittel. In Zeiten knapper Kassen darf es nicht sein, dass
hohe Summen in fragwürdige Projekte fließen, während gleichzeitig notwendige Investitionen
in Bildung, Infrastruktur, soziale Projekte und Sicherheit auf der Strecke bleiben. Es ist an der
Zeit, dass die Stadt ihre Prioritäten überdenkt und endlich die Anliegen der Bürger und
Gewerbetreibenden ernst nimmt. Die Interessen der Bürger müssen wieder in den Fokus der
Politik rücken – und das möglichst schnell.


