2025 wird es keine Abiparade und kein Abifestival in Neuss geben. Damit verliert unsere Stadt eine traditionsreiche Veranstaltung, die Generationen von Abiturientinnen und Abiturienten unvergessliche Erinnerungen beschert hat. Ein herber Rückschlag für das gesellschaftliche Leben und die Attraktivität von Neuss für junge Menschen – und ein Armutszeugnis für die Stadtverwaltung.
Die Junge Union Neuss sieht die Hauptverantwortung klar bei der Stadtverwaltung und dem Bürgermeister. Seit Jahren ist bekannt, dass die Landesgartenschau 2026 kommt – trotzdem wurde versäumt, frühzeitig eine Alternative für das Abifestival und die Parade zu erarbeiten. Warum wurden den Veranstaltern keine geeigneten Ausweichflächen angeboten? Warum fand keine rechtzeitige Abstimmung statt? Diese Passivität sendet ein fatales Signal: Das Engagement junger Menschen wird nicht ernst genommen.
Schon in den letzten Jahren wurden die Auflagen für die Parade immer strenger, was die Teilnehmerzahlen einbrechen ließ. Die erzwungene Beschränkung auf Kleinfahrzeuge machte die Veranstaltung für viele Schulen unattraktiv – mit vorhersehbaren Folgen. Die Verwaltung hat diese Entwicklung ignoriert und es versäumt, pragmatische Lösungen zu finden. Man gewinnt den Eindruck, dass das Abifestival bewusst aufs Abstellgleis geschoben wird.
Wir fordern die Stadtverwaltung auf, jetzt die Kurve zu kriegen und ein tragfähiges Konzept für 2026 mit den Veranstaltern auf die Beine zu stellen. Die Landesgartenschau ist die perfekte Gelegenheit, das Abifestival neu zu gestalten und mit frischen Ideen zu beleben. Schulen und Schülervertretungen müssen frühzeitig eingebunden werden. Warum nicht die Eventflächen der Landesgartenschau nutzen, um die Veranstaltung in einem neuen, aufregenden Format wiederzubeleben?
Wir kämpfen dafür, dass junge Menschen in Neuss ihren Schulabschluss weiterhin gebührend feiern können. Die Abiparade und das Abifestival dürfen nicht das nächste Opfer einer visionslosen Verwaltung werden. Jetzt ist die Zeit, Initiative zu zeigen – oder die Stadtverwaltung muss sich vorwerfen lassen, eine jahrzehntelange Tradition leichtfertig aufgegeben zu haben.

